Archiv für den Monat: Juli 2012

9. Juli 2012

Gebeutelt – Erster Ereignisfeldzug

/* KEIN GEDICHT !! - sieht nur so aus ... */

  • Mein Hosenbund hatte einst 22 Mitglieder. Ich war oft dabei und mittendrin!
  • DABEISEIN
  • wurde ganzganzganzganz
  • groß bei mir geschrieben.
  • Und ich vergas, was ich nicht wußte, niemand konnte es mir wiederbringen.
  • Zum Hurra-Schreien war das leider nicht und zum Fahne-Zeigen auch nicht geeignet.
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  • „Arbeit ist großartig, schrie ich schon frühmorgens nach dem Zubettgehen.
  • Fünf Worte, die fürchterliche Folgen hatten – man darf es sich ausmalen, nur nicht zu bunt, nur das nie nicht!
  • Doch heute saß ich alleine mit mir herum, grün hinter den Ohren, Strohrumwitwer, verkatet, verbeutelt, zerknaatscht,
  • absolut und relativ zufrieden und
  • unterhielt mich prächtig mit
  • – – semmelknödelweichen
  • – – weißwurstkesselwarmen
  • – – haferschleimfeuchten
  • Philosophiehappen über das Leben und
  • seine Begleitumstände und:
  • Wieso überhaupt Sterben?
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3. Juli 2012

Das Sch-Wort zu allem

Nachhaltigkeit ist ein »Gebot der Stunde«, der letzten Stunde vielleicht sogar; wenn ich meinem eigenen Pessimismuschen (getrenntes Ess Zeh Ha) ein kleines Abstellklo in meinem gemütlichen Eigenheim zubillige – dann erkenne ich in dieser abgeschiedenen Stille, daß 5 vor 12 schon längst vorbei ist. Ich habe die Stufe des Post-Pessimismuses erreicht, manchmal glaube ich, es ist bereits lange nach 12 Uhr – und ich habe recht, es ist weit jenseits dieser Endzeitmarke: 20 nach 3!

Nachhaltigkeit heißt zunächst: weniger von allem, dafür aber alles von Dauer und den Gesetzen des natürlichen Verwertungskreislaufes entsprechend: Nichts erschaffen, was nicht wieder verwertet werden kann oder sich selbst entsorgt und übergeht in Gärung, Verwesung und Staub und dann wieder Erde, Humus und Rosen wird. Mit diesem Gedanken sah ich mich schon oft konfrontiert, doch auf völlig neue Weise als mich G aus A in meinem Arbeitszimmerchen besuchte und ich nichts besseres zu tun hatte, als ihn nach den neuesten Ereignissen zu fragen. Ich kenne seine Antworten, verstehe meist den Inhalt gar nicht, denn er handelt von und mit Teilen. Teile, das ist ein sehr allgemeiner Begriff, so kann man ihn erst einmal stehen lassen. G’s Teile haben Namen und Katalognummern, Baujahre, Einsatzgebiete, Fundorte, Lagerplätze und Produktions- und Firmengeschichten, alles hintereinander. Manchmal weiß ich überhaupt nicht, um was es sich handelt, wenn er erzählt; um einen Motor? ein Getriebe? Porzellangeschirr? Blechschachteln? Zinnfiguren? Plakate oder Schrauben? Nur eines ist sicher: es ist gewiß nichts Neuwertiges.

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2. Juli 2012

Gednaken

/* KEIN GEDICHT !! - sieht nur so aus ... */

  • „Die Gedanken sind frei,
  • deklamierte der Dichter und stürzte sich ins eigene Elend,
  • nicht damit, nicht dadurch
  • sondern weil es eben so ist.
  • „Es ist so wie es ist, sagte er, es hat keinen Grund und keinen Boden und keine Aussicht auf Besserung.
  • „Ich möchte weinen,
  • sagte er nicht.
  • „Unnötig,
  • sagte ich, der gerade hoch erhobenen Hauptes aus dem Elend stolzierte.
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  • Ich schnallte den Gürtel enger. Wunderbar! kein Verrutschen der Hose mehr!
  • „Die Gednaken (Gedanken) sind blei,
  • wurde ein weiterer Dichter zitiert,
  • fälschlich von mir.
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  • Das Publikum nahm Abschied vom Applaus.
  • Es gefiel ihm wenig, so verwöhnt war es, daß es schlichte Unterhaltung vorzog,
  • bevor es stillgelegt oder stilgerecht in den Biergarten einzog,
  • mit lauten Bestellungen, Getöse, Gedränge und
  • neuen Gednaken; das gefiel ihm, der dumme Versprecher, der Vorbote war
  • weiterer Gednaken zum Thema Freistildenken: heute und gestern.
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