Archiv für den Monat: Januar 2013

8. Januar 2013

Händewaschen ohne Wechselwirkung

Stapeln sich mehr als vier Zeitschriften auf dem Fensterbrett, schalte ich einen Mehr Wissen Tag zwischen meine gewöhnlichen Unwissenheitstage ein. Man kann nur mehr wissen, wenn man mehr Magazine liest. Obenauf liegt das Heft, dem ich mich schon lange widmen wollte, aufgeschlagen auf der Seite mit 5 Tips zum MEHR WISSEN: Händewaschen, Wechselwirkungen, Biofleisch, andere Behandlungsformen und Leitungswasser sind die fettgedruckten Worte im Text, alle zusammen in einem Artikel mit der Überschrift: Abwehrfehler, aber worum geht es bei diesen Worten? Fußball? Keine Zeit! Ich muß mich am Thema abarbeiten, das heißt: Aufräumen. Ich blättere einige Seiten zurück: Mythos Fleisch – wofür es gut ist und wofür nicht. Fleisch zum Essen und wie man es zubereitet. Das Gesicht einer hübschen Dame, gesund ernähren steht ihr auf der Stirn, lächelt mich an; die Dame hat eine Gabel im Mund, und ist wohl gerade dabei erwischt worden wie sie Fleischsaft/soße von der Gabel leckt. Ich will Fleisch! Es ist begehrenswert. Die Dame steht für Zubereitung und Beilage, während der Mann auf der folgenden Seite eine Kraftquelle ist und Qualität verbürgt: er scheint Sportler zu sein, er schwört auf Fleisch wegen des hohen Eiweißgehalts. Fleisch wird angeraten, solle man essen, aber es solle nur die Beilage sein. Das erscheint mir nicht richtig männlich. Habe ich doch den Sommer lang alles übers Grillen gelesen, hätte herausfinden können, welcher Grilltyp ich wäre, welcher Grill am besten geeignet für mich sei, und wo’s die größten Grillpartys der Welt gibt.
bild: Schwein am Grill
Nichts habe ich gegrillt, nicht einmal eine Weißwurst. Jetzt weiß ich alles über Fleisch: es muß frisch sein; jung wenn es ist, dann bedeutet das was anderes.

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